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Indiaca-Weltmeisterschaft 2021/2022

Zwei WM-Titel konnten die deutschen Teams bei der 6. Indiaca-WM, die vom 02. bis 06.08.2022 in Luxemburg ausgetragen wurde, mit nach Hause nehmen. Die Mixed-Mannschaft setzte sich im Finale glatt mit 2:0 gegen Estland durch und das Seniorenteam der Männer 40+ gewann ebenso ungefährdet mit 2:0 gegen Gastgeber Luxemburg.
Aus dem Turnverband Mittelrhein wurde das Team der Senior-Männer verstärkt von Oliver Pauschert von Indiaca Betzdorf. Oliver durchlief in 2021 und 2022 die Auswahltrainings und konnte sich gegen starke Konkurrenz als einer von zehn Teammitgliedern als Nationalmannschaftsmitglied durchsetzen.
Herzlichen Glückwunsch Oli, zum Indiaca-WM-Titel! (Auf dem Foto ist Oli der 2. von links.)
Auch Benni Mies (6. von links) und Rainer Frank (9. von links), die mal im TVM aktiv waren, gehörten zum Senior-Männer Team. Beide sind aus privaten Gründen in andere Bundesländer gezogen. Ihre Spielerpässe sind somit auch "umgezogen".
Mit unheimlicher Willensstärke und effektivem Spiel ließen die Senior-Männer den WM-Gastgebern im Endspiel keine Chance und siegen ungefährdet mit 25:18 und 25:14. Platz 3 belegt die Schweiz.
Mit drei Silbermedaillen für die Frauen, die Männer sowie das Seniorenteam Mixed 40+ und einer Bronzemedaille für die Frauen 40+ liegt Deutschland im Medaillenspiegel knapp vor Estland (2/1/0) und der Schweiz (1/1/2). Die letzte WM in Polen hatte Deutschland noch deutlicher mit viermal Gold und zweimal Silber dominiert.
Turnierverauf: Die deutschen Teams starteten erfolgreich in die Vorrunde, die am 3. und 4. August ausgetragen wurde. Neben der Mixed-Klasse und den Männern in der offenen Altersklasse konnten auch die jeweiligen Seniorenteams der Männer und der Mixed 40+ alle Spiele gewinnen. Die Frauen qualifizierten sich mit einem dritten Platz für das Halbfinale. Lediglich die Frauen 40+ schieden nach drei Niederlagen und einem Sieg aus dem Turnier aus.
Im Halbfinale am Freitag, 5. August, gelang den 5 verbliebenen deutschen Teams dann der Durchmarsch ins Finale. Während die beiden Mixed- und Männermannschaften jeweils souverän und glatt in 2 Sätzen gewannen, lieferten sich die Frauen gegen Titelverteidiger Estland einen wahren Krimi. 31:33, 25:19 und 25:18 lautete das Ergebnis nach drei harten Sätzen. Vor allem der erste Satz verlangte den deutschen Frauen alles ab. Deutschland hatte aber am Ende die bessere Moral und drehte das Spiel zu ihren Gunsten.
Zu Beginn des Finaltages musste sich das deutsche Mixed-Team 40+ knapp mit 25:23, 23:25 und 22:25 gegen Luxemburg geschlagen geben. In einem hochklassigen Match mit wenigen Fehlern beiderseits entschieden am Ende Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage. Deutschland, das von Danny Thiele und Petra Straub gecoacht wurde, kann nach dieser Leistung stolz auf die Silbermedaille sein. Dritter wurde Estland.
Direkt danach folgte der nächste Titel für Team Deutschland: die Mixed Mannschaft von Bundestrainer Matthias Vollmer (Kamen) gewann glatt mit 2:0 gegen Estland und verteidigte damit den Titel aus 2017. Bronze erspielte sich auch hier die Schweiz.
Trotz einer guten Leistung mussten sich die Frauen im vorletzten Finale dem Team aus der Schweiz geschlagen geben. Den ersten Satz konnten die Deutschen mit 25:20 für sich entscheiden, verloren aber den Zweiten. Die deutschen Frauen von Bundestrainer Marc-Philipp Gessner (Pivitsheide) kämpften sich in der Schlussphase zwar noch einmal heran, unterlagen aber letztlich knapp mit 22:25 im letzten Satz. Das Team aus Estland belegte den Bronze-Rang.
Leider hat es am Ende auch für die deutschen Männer nicht gereicht. In einem dramatischen Finale unterlagen sie Estland mit 23:25, 25:22 und 21:25. Kleinigkeiten gaben am Ende den Ausschlag. Neben einer ungewohnten Fehlerquote fehlte dem Team von Bundestrainer Hannes Münch (Bindlach) in den entscheidenden Phasen auch das nötige Quäntchen Glück.
Allen Teilnehmer*innen der WM ganz herzliche Glückwünsche zu den erreichten Erfolgen!
Malene Görg, Fachwartin Indiaca