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Sarah Bizer vom TVO qualifizierte sich für die Europameisterschaften!

Bericht: Steffi Ackermann, TV 1848 Oberstein

Die Deutschen Einzelmeisterschaften mit Rekordbeteiligung von insgesamt 160 SkipperInnen wurde vom TuS Auggen in Müllheim/Südbaden durchgeführt. Die Teilnehmer mussten aufgrund eines technischen Fehlers dann noch bis montags auf die Veröffentlichung der Gesamtergebnisse warten. Dieser Fehler führte z.B. dazu, dass die Skipperinnen des TV 1848 Oberstein mit Sarah Bizer, Maike Preuß, Karina Knudas und Paulina Ackermann teilweise bis zu 10 Plätze im Gesamtergebnis, abweichend vom ursprünglich offiziellen Endergebnis, nach vorne gespült wurden. Insgesamt kann man sagen, dass viele der SkipperInnen mit ihrer Nervosität zu kämpfen hatten. Es ist eben eine andere Situation vor einem Kampfgericht und Zuschauer zu springen, als virtuell vor einer Videokamera.

Einen soliden Wettkampf bei ihrem Präsenzdebut lieferte Sarah Bizer in der Jugendklasse ab. Hier starteten insgesamt 28 Skipperinnen. Zusätzlich qualifiziert für Double Under und Triple Under Cup konnte sie sich hier jeweils die Silbermedaille mit 80 Sprüngen Double Under und 110 Tripels sichern, wobei im Vorfeld in Deutschland nur jeweils 3 Skipperinnen die Mindestanforderung erfüllen konnten. Daher ist diese Leistung auf den 2. Blick als stark zu bewerten und sie erreichte damit die EM-Qualifikation. Im Hauptwettkampf lieferte sie in 30 Sek. Speed mit 82 Sprüngen und Platz 12 eine für sie durchschnittliche Leistung. 413 Sprünge in 3 Minuten bedeuteten Platz 5 in dieser Einzelwertung. Und dann kam er, der Black Out während des Freestyles. Dieser verhinderte eine noch bessere Platzierung in dieser Wertung und vor allem auch in der Gesamtwertung. 15,34 Punkte und Platz 19. im Freestyle reichten am Ende in der Gesamtwertung mit 1206,45 Punkte für Platz 15. Schade, denn es wäre definitiv mehr drin gewesen.
Bei Maike Preuß in der AK 1 (19+) liefen die Speeddisziplinen und dem Double Under und dem Triple Under für sie an diesem Wochenende nicht zufrieden stellend ab. Irgendwie war der Wurm drin. 3 Hänger und trotzdem noch 83 Sprünge in 30 Sekunden ließen erahnen, dass sie absolut auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit war. Dennoch bedeutete dieser Wert in einem starken Teilnehmerfeld lediglich der 21. Platz unter 37 Springerinnen. Mit Platz 12 und 417 Sprüngen in 3 Minuten und dem einzigen fehlerfreien Freestyle des Tages, der ihr mit 24,44 Punkten den 14. Platz einbrachten, rückte sie in der Endabrechnung mit 1440,01 Punkten noch auf den 15. Platz vor. Insbesondere beim Freestyle verdeutlichte sich hier der Fokus des neuen Wertungssystems. Hässlich gesprungene 4- oder 5-fach Sprünge zählen mehr als ein sauber gesprungener, abwechslungsreicher und auf die Musik abgestimmter Freestyle. Die Musik läuft häufig nur noch nebenher und es werden nur Mehrfachsprünge „auf Teufel komm raus“ gesprungen. Was da der bessere Weg für die Ästhetik der Sportart ist, sei mal dahingestellt.
Bei Karina Knudas in der Schülerklasse AK 3 (13-14 Jahre) kann bei 1045,37 Punkten sagen: Ziel erreicht. Dieses war im Vorfeld von ihren Trainern auf 1000 Punkte festgelegt worden. Platz 32 unter 42 Springerinnen bedeutete diese Punktzahl, wobei aber die Platzierung bei ihrem ersten nationalen Start für die TVO Verantwortlichen zweitrangig war. Wichtiger war es eher, dass sie ihre Nervosität, auch vor großem Publikum, immer mehr in den Griff bekommt. Ihre Einzelplatzierungen: 71 Sprünge und Platz 35 in 30 Sekunden, 370 Sprünge und Platz 22 in 3 Minuten und 12,81 Punkte und Platz 29 im Freestyle. Auf diese Leistungen kann man für die Zukunft aufbauen.
Einen guten Auftritt legte auch die elfjährige Paulina Ackermann in der AK4 (11-12 Jahre) hin. Sie konnte ihr Gesamtergebnis aus dem Qualifikationswettkampf um 20 Punkte steigern und schob sich mit 987,20 Punkte und Platz 19 in die Top 20. 68 Sprünge in 30 Sekunden und 337 Sprünge in 3 Minuten bedeuteten jeweils den 21. Platz unter 26 Skipperinnen und die Selbsterkenntnis: Hier sollte ich wohl noch ein bisschen mehr trainieren. Mit ihrer Paradedisziplin dem Freestyle, der mit 12,41 Punkten bewertet wurde, zeigte sie, dass sie durchaus schon national konkurrenzfähig ist. Ein toller 12 Platz stand hier am Ende zu Buche. Der nationale Start ist gemacht und diese Leistungen lassen für die Zukunft hoffen, da sie als eine der jüngsten Skipperinnen auch im nächsten Jahr in der AK 4 noch am Start sein wird.
Am Bundesfinale nahmen vom TV Oberstein Franziska Dreher und Alicia Lopez teil. Alicia legte in 30 Sekunden Speed in der Jugendklasse wie die Feuerwehr los. Mit 83 erzielten Sprüngen darf sie sich Bundesfinalsiegerin 2022 nennen. Für sie gute 374 Sprünge in 3 Minuten bedeutete Platz 6 in dieser Einzeldisziplin. Im Freestyle ereilte sie leider das gleiche Problem wie ihrer Teamkollegin Sarah Bizer. Ein Black Out: 12,11 Punkte und Platz 13 führten dazu, dass sie im Endergebnis 1091,84 Punkte den 10. Platz belegte. Auch für sie wäre hier unbedingt mehr erreichbar gewesen.
Ähnlich wie ihre Altersklassenkameradin Paulina konnte Franziska Dreher ihre Gesamtpunktzahl aus der Qualifikation steigern. Mit Gesamtpunktzahl 879,21 Punkte belegte sie den undankbaren 4. Platz. Aber beim ersten nationalen Start und als eine der jüngsten Skipperinnen sollte der Stolz auf die erzielten Punkte überwiegen. In den Teildisziplinen erreichten sie mit 67 Sprünge in 30 Sekunden und 330 Sprünge in 3 Minuten jeweils Platz 5 sowie mit 8,57 Punkten im Freestyle Platz 4 und damit jeweils Platzierungen unter den Top 5. Auch für sie gilt, der Anfang für die Zukunft ist gemacht.

Maike Preuss wurde im Gesamtergebnis der AK 1 (19+) 15.

Franziska Dreher steigerte sich gegenüber ihrer Qualifikation und landete auf einem starken vierten Platz.