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Mölich und Witzky siegten souverän beim Uta-Schorn-Pokal

Beim Rheinischen Turnerbund präsentierten sich Lara Witzky vom TV Braubach und Katharina Mölich vom TV Moselweiß am 07.10 in bestechender Form. Beide gewannen in Hochdahl den bundesoffenen Uta-Schorn-Pokal in ihrer Wettkampfklasse.
Katharina Mölich trat im jahrgangsoffenen Wettkampf Code de Pointage an. Die komplette Mannschaft der Regionalliga Nord aus Bünde sowie zwei Turnerinnen aus Buchholz und eine aus Sennestadt bildeten ihre Konkurrenz. Am Sprungtisch stieg Mölich als Viertplatzierte in den Wettkampf ein. Die Turnerinnen aus Bünde zeigten einen Tsukahara gebückt, unsere TVM-Turnerin hatte einen Tsukahara gehockt im Gepäck. "Katharinas Rückstand auf die führende Julie Tiemeier betrug nur 0,40 Punkte.", verwies Anja Seegler, Verbandstrainerin des jungen Talents vom Mittelrhein, auf die Ergebnisliste.
Entsprechend gelassen griff Katharina an den Holm des Stufenbarrens und lieferte mit 8,40 Punkten die beste Kür ihres Wettkampfs ab. "Ich arbeite an einem neuen Abgang, werde diesen aber erst in zwei Wochen bei einem Freundschaftswettkampf in Vorst zeigen.", verriet die Gymnasiastin nach ihrer gelungenen Darbietung. "Für heute heißt die Marschroute sichere und saubere Küren zu turnen." Dieses Konzept bescherte ihr nach dem zweiten Gerät bereits den dritten Platz in der Ergebnisliste.
"Katharinas Schwebebalkenübung war in den letzten Wettkämpfen immer sturzfrei und auf den Punkt geturnt.", berichtete Seegler über die Wettkampfform ihres Schützlings. "Wenn ihr das heute auch gelingt, kann sie die Führung im Klassement übernehmen." Routiniert und konzentriert setzte die Turnerin aus Moselweiß diese Vorgabe um. Nachdem sie als einzige ohne Sturz blieb, nahm Mölich der direkten Konkurrenz um den Sieg einige Punkte ab.
Beim Bodenturnen gelang Melissa Friesen von der BTW Bünde mit 11,40 Punkten die beste Kür, ihre Vereinskameradin Julie Tiemeier folgte mit 11,10 Punkten und Katahrina Mölich erturnte mit 10,90 Punkten die drittbeste Wertung. Da Katharina mit 0,65 Punkten Vorsprung an den Boden gewechselt war, bedeutet das den Gewinn des Uta-Schorn-Pokals im Kürwettkampf. Mit 42,75 Punkten ging Platz eins an den TV Moselweiß. Friesen (42,60 Punkte) und Tiemeier (41,25 Punkte) vom Ligateam der Regionalliga Nord aus Bünde vervollständigten das Treppchen.

Der Einstieg in den Wettkampf der LK1 der Jahrgänge 2002 und älter am Schwebebalken lief für Lara Witzky vom TV Braubach nicht nach Plan. "Meine Akrobatikserie konnte ich nicht ohne kurze Pause turnen und bei einem gymnastischen Element hatte ich einen Sturz.“, beschrieb die Abiturientin aus Oelsberg ihre Darbietung am Zittergerät der Frauen. Dank ihrer Wettkampferfahrung behielt Lara die Nerven und bot dem dreiköpfigen Kampfgericht keine weiteren Angriffspunkte für Abzüge. Auch die Konkurrenz von der Turnvereinigung Greven und vom TSV Hochdahl blieb nicht sturzfrei. Mit 13,40 Punkten setzte sich Witzky bereits am ersten Gerät an die Spitze des Pokalwettkampfs.
Beim Bodenturnen zog Jacqueline Schudzich aus Greven mit der Marksburgstädterin gleich. "Das war eine Frage des Ausgangswerts der Kürübungen.", erläuterte Anja Seegler, Trainerin des TV Braubach. "Lara fehlt in der Akrobatik noch das eine oder andere C-Element. Während bei ihr die Abzüge von 15,40 Punkten Ausgangswert vorgenommen wurden, lag Jacqueline bei 16,50 Punkten." Beide Athletinnen überzeugten mit ausdrucksstarken und fehlerfreien Übungen. "Gerade im tänzerischen Bereich hat sich Lara im letzten Jahr deutlich verbessert. Frauenturnen ist eben auch Eleganz und Grazie", beschrieb Seegler die besondere Ästhetik ihres Sports. Punktgleich führten Schudzich und Witzky nach dem zweiten Gerät den Wettkampf an.
Am Sprungtisch war die Situation genau umgekehrt. Während die Turnerin aus Braubach einen Tsukahara gebückt zeigte, präsentierte die Westfälin den vier Kampfrichterinnen den gleichen Sprung in gehockter Haltung. Zwei Zehntel mehr im Ausgangswert und 0,05 Punkte weniger Abzug für die Ausführung reichten Witzky, um die Spitze vor dem abschließenden Stufenbarren zu übernehmen.
"Im Vorfeld hatte ich mit meiner Trainerin besprochen, dass wir in der Übung nicht die absolut sichere Variante zeigen, sondern ein C-Teil einbauen wollen, um mehr Wettkampferfahrung mit der schwierigeren Übung zu bekommen.", berichtete Lara über ihre Gefühlslage vor dem Griff ans letzte Gerät. "Da Jacqueline nach mir turnen würde, hatte ich keine Vorstellung wie ihr Vortrag aussehen, beziehungsweise, welche Punktzahl reichen würde, um den Wettkampf zu gewinnen. Meine Anspannung war entsprechend." Ihrem Vortrag war die Nervosität nicht anzusehen. Mit 11,40 Punkten erturnte sie die dritte Höchstwertung des Tages.
Bei der Siegerehrung standen 51,45 Punkte auf Witzkys Konto. Damit hatte die Braubacherin souverän den Sieg in der Leistungsklasse 1 der Jahrgänge 2002 und älter erkämpft. Mit 2,45 Punkten Abstand folgten Jacqueline Schudzich von der TVE Greven (49,00 Punkte) und Annika Schmid vom ausrichtenden Verein mit 47,05 Punkten auf den Plätzen 2 und 3.

Siegerehrung LK 1 mit Lara Witzky

Siegerehrung CdP mit Katharina Mölich